Aktuelles
Pius XII. und die multiple Migration der europäischen Nachkriegszeit
Tagung, 19.-20.02.2025, Berlin
Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war in Europa von tiefgreifenden demografischen Umbrüchen geprägt. Millionen von Menschen waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen – darunter Kriegsgefangene, Flüchtlinge, Vertriebene und Migranten. Der Umgang mit diesen Migrationsbewegungen stellte sowohl politische als auch kirchliche Institutionen vor große Herausforderungen. Die Tagung "Pius XII. und die multiple Migration der europäischen Nachkriegszeit" widmete sich der speziellen Rolle des Vatikans und insbesondere von Papst Pius XII. in diesem Kontext. Im Mittelpunkt stehen die Maßnahmen, Strategien und Netzwerke der katholischen Kirche zur Unterstützung von Flüchtlingen und Vertriebenen. Dabei werden sowohl übergeordnete kirchliche Strukturen als auch einzelne Akteure und ihre Handlungsweisen in den Blick genommen.
Mapping Memories of Good Will
Tagung, 06.12.2024, Berlin
Das 20. Jahrhundert in Südosteuropa war von schweren Konflikten geprägt, darunter die Balkankriege, die beiden Weltkriege und die Auseinandersetzungen der 1990er Jahre. Doch trotz dieser von Gewalt und Feindseligkeit geprägten Geschichte gibt es auch zahlreiche, jedoch wenig beachtete Beispiele interethnischer Solidarität, gemeinsamer Errungenschaften und friedlicher Koexistenz. Diese positiven kollektiven Erinnerungen unterliegen oft einem „bewussten Vergessen“ und bleiben in der öffentlichen Debatte weitgehend unberücksichtigt.
Das Projekt MAPPING Memories of Good Will, organisiert von unserem Lehrstuhl sowie der Bundeszentrale für politische Bildung, widmet sich der Aufgabe, diese Lücke zu schließen, indem es die Mechanismen der Aktivierung positiver Erinnerungskulturen untersucht. Im Zentrum steht die Frage, wie interethnische Solidarität in Südosteuropa strategisch mobilisiert werden kann, um eine Kultur des Friedens zu fördern. Die Tagung beleuchtet geografische und zeitliche Konfliktzonen – etwa die Beziehungen zwischen Italien, Slowenien und Kroatien, die Dynamiken zwischen Bosnien, Kroatien und Serbien oder das Verhältnis zwischen Albanien, Kosovo, Nordmazedonien und Griechenland – und setzt diese in einen breiten historischen Kontext.
Das Projekt umfasst Biografien zivilcouragierter Persönlichkeiten, innovative Vermittlungsformate und ein Kreativlabor für private Geschichtslesungen. Ziel ist es, neue Perspektiven im Umgang mit der konfliktreichen Vergangenheit aufzuzeigen und Anstöße für eine zukunftsgerichtete Erinnerungspolitik zu geben.
Die Tagung findet im Senatssaal (Unter den Linden 6, 10117 Berlin) statt und die Teilnahme ist kostenfrei. Nähere Informationen können Sie diesem Flyer zur Veranstaltung entnehmen.
Hier finden Sie das detaillierte Programm und die Anmeldung zur Veranstaltung.
Reordering Yugoslavia, Rethinking Europe:
A Transregional History of Yugoslav Wars and the Post-Cold War Order (1991-1995)
Workshop, 23.-24. Oktober 2024, München
Der Workshop „Reordering Yugoslavia, Rethinking Europe“ widmet sich der transregionalen Geschichte der Jugoslawienkriege (1991–1995) und deren Bedeutung für die europäische Neuordnung nach dem Kalten Krieg. Im Fokus stehen internationale und nationale Perspektiven auf die Konflikte, die humanitären Interventionen und die Auswirkungen der Flüchtlingsbewegungen auf Europa. Wissenschaftler:innen beleuchten dabei die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dynamiken der Post-Jugoslawischen Region sowie deren Einfluss auf die europäische Identitätsbildung. Eine öffentliche Podiumsdiskussion thematisiert zudem die langfristigen Folgen des Krieges für die europäische Fluchtpolitik.
Disputation von Thomas Porena
Kolloquium, 21.10.2024, Berlin
Einladung zur Disputation von Herrn Thomas Porena mit dem Thema: Displaced and reframed. Die Rückkehr der jugoslawischen DPs zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Die Mitglieder des Promotionsausschusses sind:
1. Gutachter: Prof. Dr. Hannes Grandits
2. Gutachter: Prof. Dr. Milan Ristović
Vorsitzender: Prof. Dr. Torsten Hiltmann
Buchpräsentation Verginella & Ristović
Kolloquium, 18.10.2024, Berlin
Im Rahmen des Berliner Forschungskolloquium Südosteuropa sowie in Zusammenarbeit mit der Südosteuropäischen Gesellschaft präsentiert Marta Verginella ihr neues Buch "Women, Nationalism, and Social Networks in the Habsburg Monarchy, 1848-1918". Marta Verginella ist Professorin für Geschichte des 19. Jahrhunderts sowie für Theorie der Geschichte an der Universität Ljubljana.
Milan Ristović präsentiert sein Buch: "Mussolini ante portas. Italijanski fašizam i
jugoslovensko susedstvo (1919-1925)" [Der italienische Faschismus und die
jugoslawische Nachbarschaft (1919-1925)]. Ristović ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Belgrad.
Die Einladung finden Sie hier.
Disputation von Zeyne Bengisu Ertugrul
Kolloquium, 08.10.2024, Paris
Ankündigung der Disputation von Frau Zeyne Bengisu Ertugrul mit dem Thema: "Preaching the Republic: Intellectuals and Popular Education in Post-Genocide Turkey (1930-1945)
Die Mitglieder des Promotionsausschusses sind:
1. Gutachter: Prof. Dr. Hannes Grandits
2. Gutachter: Prof. Dr. Marc Aymes
Weitere Jurymitglieder:
Prof. Dr. Ulrike Freitag, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Hülya Adak, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser, Universität Newcastle, Australien
Prof. Dr. Élise Massicard, Science Po, Paris
Weitere Informationen finden Sie hier.