Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des Mittelalters. Schwerpunkt: Spätmittelalter

Sommersemester 2025

Prof. Dr. Dorothea Weltecke

Dr. Jörn Christophersen

PD Dr. Thomas Woelki

Dr. Jörg Feuchter

Erik Pauls, M.A.

 


 

Prof. Dr. Dorothea Weltecke

 

Vorlesung: Europa in der Welt, 1000-1500

Mi., 8.00-10.00 Uhr, DORO 26, R. 208 (Hörsaal 2) - AGNES

Diese Vorlesung führt in die mittelalterliche Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Jahrhunderte von 1000 bis 1500 en. Es ist die Zeit vor der europäischen Hegemonie, in der Europa in der längsten Zeit eine randständige Region gewesen ist, eingebunden in wirtschaftliche und politische Netzwerke mit Afrika und Asien. Die Vorlesung stellt die Polyzentrik mittelalterlicher Herrschaftsformen vor, fragt nach der Existenz religiöser Minderheiten, nach Strukturen des Zusammenlebens. Sie bietet einen Überblick über eine komplexe und sich dynamisch verändernde Epoche.

 

Masterseminar: Kreuzzüge und der Dschihad in Geschichte und Gegenwart

Di., 16.00-18.00 Uhr, FRS 191, R. 5008 - AGNES

Der Schlachtruf der Kreuzzüge, „Deus vult“ und der Begriff „Dschihad“ sind in der Gegenwart so präsent wie lange nicht mehr. Aber was bedeuten sie eigentlich? Ist damit ein ewiger Krieg zwischen Christentum und Islam gemeint? In diesem Masterseminar wollen wir der Geschichte dieser Konzepte nachgehen und die mittelalterlichen Ereignisse skizzieren. Aber wir wollen uns auch der Frage stellen, was es für uns als Historiker:innen bedeutet, wenn diese Konzepte in der Gegenwart politisch geschärft werden. 

 

Forschungsseminar: Themen und Tendenzen in der Mediävistik

Mo., 12.00-14.00 Uhr, FRS 191, R. 4026 - AGNES

In diesem Forschungsseminar werden wir Tendenzen und Themen diskutieren und Ansätze für eigene Fragestellungen und Quellenanalysen entwickeln, die als Grundlage für das eigene Masterprojekt dienen sollen. Wo steht die Mittelalterforschung heute? Welche Themen und Regionen werden besonders intensiv behandelt? Ist es sinnvoll, an der Epochenbezeichnung festzuhalten oder ist das überholt? Welche Disziplinen gibt es in der Mittelalterforschung? Was bedeuten diese Ansätze für die Konkrete Quellenarbeit?

 

Forschungskolloquium

(gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Schlieben)

 Mo., 18.00-20.00 Uhr, FRS 191, R. 4026 - AGNES

Diese Veranstaltung ist für alle, die bei mir eine Qualifikationsarbeit schreiben möchten, von BA bis Habil., verpflichtend – alle anderen sind herzlich eingeladen, auch zu einzelnen Terminen. Es ist eine gute Gelegenheit, regelmäßig zusammenzukommen und sich auszutauschen. Im Semester finden Vortragsveranstaltungen statt, darunter Termine in Zusammenarbeit mit Dr. Jörg Feuchter und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie mit Thomas Ertl und Stefan Esders von der Freien Universität. Das Programm wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Vom 19.-21. Juni findet eine Blockveranstaltung statt (Sommerkolloquium), bei der alle Qualifikationsarbeiten mit Werkstattberichten vorgestellt und diskutiert werden. Bitte beachten! Halten Sie sich bitte diesen Termin frei! Je nach Teilnehmerzahl beginnen wir Donnerstag am späten Nachmittag und beenden die Veranstaltung Samstagnachmittag.

Kolloquiumsprogramm folgt in Kürze

 

 

Dr. Jörn Christophersen

 

Proseminar: Juden und Christen in Mitteleuropa während des Mittelalters

Do. 8-10 Uhr (DOR 24, R. 1.405) - AGNES

 

Kommentar folgt

 

Bachelorseminar: Die Heiliggeistkapelle zu Berlin und ihr Kontext

Do, 10.00-12.00 Uhr (DOR 24, R. 1.405) - AGNES

 

Kommentar folgt

 

 

 

PD Dr. Thomas Woelki

 

Masterseminar: Queeres Mittelalter

Mo. 12-14 Uhr (Mohr 40/41 R.114) - AGNES

 

Kommentar folgt

 

 

Dr. Jörg Feuchter

 

Proseminar: Neue Städte. Berlin und Cölln im Mittelalter

Mi. 10-12 Uhr (Mohr 40/41 R.114) - AGNES

Berlin rechts der Spree und Cölln auf deren linken Ufer waren im Mittelalter unmittelbar benachbarte, aber rechtlich selbstständige Städte. Das Seminar verfolgt ihre Geschichte von den Anfängen bis ins 16. Jahrhundert und führt die Teilnehmer an diesem Beispiel in die Mittelalterliche Geschichte ein. Dabei werden auch archäologisch-naturwissenschaftliche Methoden vorgestellt. Denn diese ermöglichen wichtige neue Erkenntnisse. Dazu gehört etwa, dass die beiden Orte nicht erst kurz vor 1237/1244, den ersten urkundlich verbürgten Daten, entstanden, sondern spätestens in der Mitte des 12. Jahrhunderts.
Hinweise: 1. Mehrere Sitzungen finden als Stadtexkursionen statt. 2. Für jede Sitzung sind Texte zu lesen. Von den Teil-nehmern wird erwartet, 24 Stunden vor jeder Sitzung „re-flection papers“ zu diesen Texten auf Moodle einzureichen (bestehend aus Zusammenfassung, Fragen und Lektüreeindruck).

 

 

Erik Pauls, M.A.

 

Proseminar: Häresie im Spätmittelalter - zum Typus des Ketzers in Ge-schichte und Gegenwart

Mi. 12-14 Uhr (HVPl 5-7 R. 0319-22) - AGNES

Kaum ein Wort ruft „das Mittelalter“ so lebendig hervor wie „Ketzer“. Gleich dem Ritter, Bauern oder Papst gehört der Ketzer untrennbar zum Inventar moderner Vorstellungen dieser Epoche. Zugleich führt er ein lebendiges Eigenleben als meist politische Figur und prominente Projektionsfläche der Gegenwart. In jüngster Zeit treibt der Begriff beispielsweise frische Blüten in (rechts-)konservativen und libertären Kreisen und diente in der Vergangenheit als Selbst- und Fremdbezeichnung für Oppositionelle und Dissidenten aller Art.

Das Proseminar beschäftigt sich mit häretischen Bewegungen und erarbeitet sich einen Zugang zur mittelalterlichen Heterodoxie: Welche häretischen Bewegungen gab es? Wodurch waren sie charakterisiert? Hat es sie wirklich gegeben oder waren Häresien nur eine Erfindung der römischen Kirche? Was macht jemanden zum Häretiker? Wie funktionierte die mittelalterliche Inquisition? Möglich ist eine versuchte Beantwortung dieser Fragen nur in kritischer Auseinandersetzung mit den mittelalterlichen Quellen. Ziel des Proseminars ist das Kennenlernen des mediävistischen Werkzeugkastens und das Ausloten der Erkenntnisgrenzen geschichtswissenschaftlichen Arbeitens.

 

Zurück zum Seitenanfang